Begeisterung für Beruf und Hobby

An unserem Junianlass stand das Einführungsreferat von Astrid Schneider auf dem Programm. 22 Besucherinnen (davon 3 Interessentinnen) trafen sich an ihrem Arbeitsplatz im Rathaus Davos in der ehrenvollen Grossen Stube, wo wir von Astrid mit einem reichhaltigen Apéro empfangen wurden.


 

Astrid wuchs in einer politisch engagierten Familie in der Nähe von Frankfurt auf. Als junge Frau zeigte sie kein grosses Interesse für Politik. Ihren beruflichen Werdegang startete sie mit der Ausbildung zur Augenoptikerin. Da ihre Mutter Schweizerin ist, hatte sie Gelegenheit, die Ausbildung in Olten zu absolvieren und in Basel bei ihrer Grossmutter zu wohnen. Während der Ausbildung lernte sie ihren Mann kennen, mit dem sie dann auch nach Davos zog. Gemeinsam eröffneten sie das Geschäft Augenoptik Schneider in Davos. Nach der Trennung fand Astrid eine neue Herausforderung als Mitarbeiterin in einem politischen Umfeld. Durch diese Aufgabe konnte sie sich in das breite Spektrum „Politik“ einarbeiten. Sie lernte die politischen Abläufe kennen und merkte schnell, wie viel Arbeit, Fleiss und Ausdauer in politischer Arbeit steckt. Sie erkannte aber auch die Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft und wie wichtig es ist, ein gutes Netzwerk zu haben. Die Politik faszinierte sie und Astrid begann, sich in politischen Ämtern zu engagieren. Sie war viele Jahre Sekretärin der FDP und beratendes Mitglied der FDP-Fraktion im Grossen Landrat. Von 2000 – 2014 war Astrid auch Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin des Handels- und Gewerbevereins Davos. Ihre Partei schätzte den grossen Einsatz der zweifachen Mutter und nominierte sie 2014 für die Ersatzwahlen in den Grossen Landrat. Leider schaffte sie die Wahl nicht. Es folgten weitere berufliche Etappen. Vor nun bald zwei Jahren fand sie als Kanzleisekretärin eine neue Herausforderung bei der Gemeinde Davos. Der 80 % Job füllt sie aus und sie sagt: es gab noch nicht einen Tag, an dem ich nicht mit Freude zur Arbeit kam.


 

In einem zweiten Teil stellte uns Astrid die Grosse Stube im Rathaus vor. Diese entstand 1564 nach dem grossen Rathausbrand und diente anfangs als Tagungsort für Zehngerichtebund, Gotteshausbund und Grauer Bund. Während vielen Jahren tagten die Behörden und der grosse Landrat in der Grossen Stube. Heute dient sie vor allem für offizielle Empfänge. Jedes Jahr findet auch die Jungbürgerfeier in der Grossen Stube statt, wo der Spendenwein ausgeschenkt wird. So wie sich die grosse Stube heute präsentiert, ist auf das Werk von Architekt Rudolf Gaberel und Bildhauer W. Schwerzmann zurückzuführen. Die alten Prunkstücke dieses Raumes bilden das Portal und der grosse Kachelofen. Die Grosse Stube im Rathaus Davos wird oft auch als die schönste in ganz Graubünden genannt.




 

Den Abend liessen wir im KaffeeKlatsch bei einem feinen Abendessen ausklingen.
 

Es war ein spannender Abend. Danke Astrid für das Einführungsreferat und die Organisation des Abends. Wir spüren deine Leidenschaft für deine Arbeit, die Politik und für Davos. Weiterhin viel Erfolg.
 

Text Barbara Schneider
Fotos Martina Walsoe




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Veröffentlicht
11:37:57 22.06.2018