Anita und der Wilde Mann

Unser Mitglied Anita Wehrli lud zum Einführungsreferat nach Saas. Auf charmante Weise stellte sie sich und ihren Wohn- und Heimatort Saas vor. Anita ist eine engagierte Berufs- und Familienfrau, die sich mit einem eigenen Immobilienbüro selbstständig gemacht hat. Nach Abschluss des Handelsdiploms an der Mittelschule Davos und verschiedenen beruflichen Stationen arbeitete sie unter anderem auch bei BPW Françoise Stahel als Immobilienbewirtschafterin. Dem Rat ihrer Mutter folgend, legte Anita viel Wert auf das Lernen von Fremdsprachen. Neben Deutsch spricht sie Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Holländisch.



Zwanzig BPW trafen sich gegen 19.00 Uhr auf dem Dorfplatz in Saas. Es war ein perfekter Sommerabend und ideal für eine Dorfführung. Mit spannenden Geschichten und Anekdoten führte Anita durch die engen Gassen mit den sehr schön erhaltenen Walser Häusern. Auffallend waren auch die überall liebevoll mit Blumen geschmückten Fensterbänke und Hauseingänge.





Seit der Eröffnung der Umfahrung im November 2011 hat Saas, das heute eine Fraktionsgemeinde von Klosters-Serneus ist, an Qualität gewonnen und die Einwohner schätzen die Ruhe, die im Ort eingekehrt ist. Die Bergstation sowie ein grosser Teil des Skigebiets Madrisa sind auf Saaserboden, und somit ist Madrisa ihr Hausberg. Der Tourismus hat eine wichtige Bedeutung in Saas, und so heissen vier Hotels und Gasthäuser sowie rund 25 Ferienwohnungen im Sommer und Winter Gäste willkommen.

Der Dorfkern besteht grösstenteils aus gepflegten Walser Häusern, die nach dem Dorfbrand 1735 neu errichtet wurden. Ein Blickfang ist die reformierte Kirche. Das Netzgewölbe und die Masswerkfenster im Chor zeigen auf, dass die Kirche aus der Zeit der Spätgotik stammt. Bemerkenswert ist die Haube des weithin sichtbaren Turms, der nach der Kirche in Soglio erbaut wurde.



Mitten im Dorf steht direkt an der Hauptstrasse das Denkmal, das an die Schlacht bei Aquasana von 1622 erinnert. Das Denkmal wurde in kapellenähnlicher Form errichtet und beherbergt im Inneren eine Eiche und ein Schlachtenbild von Christian Conradin im Stil von Ferdinand Hodler.



Nach der Dorfführung kehrten wir im Restaurant Old Inn ein und genossen einen feinen Znacht. Das Salatbuffet mit den selbstgemachten Saucen war ein Gedicht und auch die Capuns und Pizzokels haben allen geschmeckt. Als kleine Erinnerung durften wir ein Set Postkarten mitnehmen.

Barbara Schneider bedankte sich bei Co-Präsidentin Anita für den spannenden und schönen Abend und überreichte ihr ein Kräuterbouquet.  




 
Text und Foto: BSchneider / 26.06.17


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Veröffentlicht
09:21:11 22.06.2017